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Krimitour mit Hund - Bericht vom 01.08.2015

 

Wer Verbrechen aufklären will, braucht eine gute Spürnase. Bei Hunden ist die angeboren. Am 30. August können sie bei der „Krimitour mit Hund“ gemeinsam mit Herrchen und Frauchen beweisen, dass sie den richtigen Riecher haben...

 

Ein Mann wird tot unterm Hochsitz gefunden, irgendwo bei Mauloff. Runtergefallen? Runtergeschubst? Wurde gar eine Sprosse der Leiter angesägt? Niemand weiß das so genau, auch nicht die zur Aufklärung des mysteriösen Todesfalls gebildete „Soko auf vier Pfoten“, noch nicht, aber sie wird es herausfinden. Der Termin für die Lösung des Falls steht fest. Ist es tatsächlich ein Verbrechen, so sollte der Täter am 30. August besser einen Bogen um Mauloff machen.

 

„Krimitour mit Hund“ heißt der Spaß, zu dem die Maulofferin Sybille Göbel, sie betreibt in ihrem Heimatortsteil die „Hundeschule Weilrod“, einlädt und der im wahrsten Sinne ein „tierisches“ Vergnügen erwarten lässt, für Hunde, Frauchen und Herrchen gleichermaßen. Die Idee ist nicht mehr ganz neu. Sybille Göbel hat sie bei einem Seminar für Hundetrainer in Trier kennengelernt und sofort das Potenzial dieses Formats, bei dem Hundeführer gemeinsam mit ihren Hunden Aufgaben lösen und beide „ihren Kopf anstrengen“ müssen, erkannt. Bis zum „Drama am Hochsitz“ war es da nur ein kleiner Schritt, freilich einer mit viel Vorarbeit. Göbel musste sich eine spannende Geschichte einfallen lassen, die sich im von viel Natur umgebenen Mauloff verorten lässt. „Der Fall ist nichts für Einzelgänger, er muss in der Gruppe gelöst werden“, sagt sie, ohne viel zu verraten.

 

Auf die Zweibeiner kommt sehr viel Kopfarbeit zu, auf die vierbeinigen Kommissare in erster Linie Nasenarbeit, kommt es doch bei diesem „Mordsspaß“ auf die richtige „Spürnase“ an. Drei Stunden dauert es, dann sollten die elf Stationen entlang der etwa 7 km langen Rätselstrecke absolviert und alle Aufgaben gelöst sein. Doch Vorsicht: Die „Soko auf vier Pfoten“ wird auch auf falsche Fährten gelockt... Zur Ermittlungsarbeit gehört auch, dass Zeugen befragt werden. Und damit diese wissen, dass die Fragenden von der „Polizei“ sind, bekommt jeder Teilnehmer einen „Dienstausweis“ und eine „Ermittlertasche“ mit Utensilien, die bei der Aufklärung eines Verbrechens, wenn es denn eins war, hilfreich sein können.

 

Zehn Hunde können an der „Krimitour“ mit ihren Herrchen und Frauchen teilnehmen, dazu noch fünf Begleiter ohne Hund, „mehr macht wenig Sinn“, sagt Göbel, die darauf hinweist, dass die Nasensuche Hunden zwar Spaß macht, aber auch anstrengend ist. Deshalb müssen die vierbeinigen „Kriminalen“ mindestens ein Jahr alt sein. Im Vordergrund stehe bei der Schnitzeljagd der Spaß und die Gemeinschaft zwischen Mensch und Hund, erst dann komme der Ehrgeiz.

 

Die Hundeverhaltenstherapeutin betreibt ihre Hundeschule in Mauloff seit fünf Jahren mit einer, wie sie sagt, „anderen Herangehensweise“, die zwar auch „Sitz!, Bleib! Platz!“ beinhaltet, aber nicht nur. Ihr Ziel ist die Bildung von Partnerschaften, die von den Lebewesen an beiden Enden der Leine die Veränderungsbereitschaft verlangt. Auch der Mensch müsse bereit sein, sich in dieser Partnerschaft zu verändern, sagt Göbel. Hunde seien Partner des Menschen, nicht deren Befehlsempfänger. Alle Hunde, aber auch Menschen seien verschieden und müssten lernen, die Stimmung des anderen aufzunehmen.

 

Die Krimitour sei dafür ein spielerischer Ansatz, den sie „Social-Walk“ nennt, bei dem Menschen, aber auch Hunde zueinander finden, mit dem Ziel, die Bindung zwischen Mensch und Hund zu stärken.

Die Teilnahme kostet mit Hund 40, ohne Hund 20 Euro. Die Anmeldung über www.hundeschule-weilrod.de, per Telefon unter 06084-9006807, bzw. 0176-62477712 oder Mail: info@hundeschule-weilrod.de. Sollten sich zu viele Bewerber melden, plant Göbel eine Wiederholung.

 

Text:  Alexander Schneider, Taunus Zeitung


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